Die Biochemie der Liebe

Die Chemie der Liebe

Was ist das ganz besondere Etwas an einem Menschen, das Dich in seinen Bann zieht? Vielleicht ist dir das bislang nicht wirklich bewusst gewesen.

Vielleicht glaubst Du gar, dass deine Partnerwahl das Ergebnis einer freien Willensentscheidung (gewesen) ist? Weit gefehlt. Natürlich spielen Äußerlichkeiten neben Sympathie und Zuneigung eine Rolle, wenn Du Dich in jemanden verliebst.  Und sehr viel leichter wird es Dir natürlich auch gemacht, wenn ein anderer Empfindungen für Dich hegt. Höchste Zeit, Licht ins Dunkel zu bringen und dir die Themen Verliebtheit und Liebe einmal (bio)wissenschaftlich näher zu bringen.

Auf unserer Liebesreise erfährst Du nicht nur was für ein Liebestyp Du bist, sondern auch wer nach Helen Fishers Forschungsergebnissen der ideale PartnerTyp für dich ist. Der von Helen Fisher entworfene Test liefert im wahrsten Sinn des Wortes die Antwort auf die Frage, ob die Chemie zwischen Dir und deinem Gegenüber wirklich stimmt (stimmen könnte) und ob Euer Liebesglück aller Voraussicht nach Aussicht auf dauerhaften Erfolg bietet (bieten könnte).

Jeder Mensch hat bekanntlich seine ganz eigene Persönlichkeit. Stellt sich die spannende Frage, was die Persönlichkeit eines Menschen eigentlich ausmacht.
Lass sie uns der Einfachheit halber als die Summe aller Kriterien definieren, die all seine Handlungen maßgeblich beeinflussen.

Dabei besteht deine Persönlichkeit keineswegs  nur aus reiner Biologie. Sie setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: dem Charakter und dem Temperament.

Deine Charakterzüge sind das Resultat deiner bisherigen ganz persönlichen Lebenserfahrungen: der Spiele, die Du als Kind gespielt hat, der Interessen und Wertvorstellungen deiner Eltern, der Art und Weise, wie Du Liebe und Abneigung erfahren hast. Das, was Freunde und Verwandte als höflich, gefährlich oder aufregend empfanden. Deine Wertvorstellungen, die Musik, die bei Euch gemacht wurde. Diese und zahllose andere Faktoren bestimmen letztlich die einzigartige Kombination von Charakterzügen, die Dich heute ausmacht.

Deine Persönlichkeit wird neben deinem Charakter auch durch dein Temperament geprägt. Das sind die biologischen Tendenzen, die Du geerbt hast und die sich bereits in frühester Kindheit zeigten.

Daraus entsteht ein ganz bestimmtes Muster von Verhalten, von mentalen und emotionalen Reaktionsweisen. Wie der spanische Philosoph José Ortega y Gasset meint: »Ich bin ich und meine Lebensumstände.«Und so bist auch du Du und zumindest in Teilen das Ergebnis deiner Lebensumstände.  Dein Temperament ist dieses »Ich bin«. Es bildet die bio-chemische Grundlage dessen, wer Du bist. Neugier, Kreativität, Abenteuerlust, Mitgefühl, Umsicht, Konkurrenzdenken: Bis zu einem gewissen Grad sind diese und andere Wesenszüge auch genetisch bestimmt. Dieser Teil deiner Persönlichkeit ist dein biologisches Temperament und dieses ist bestimmbar.

Niemand weiß genau, wie viele ererbte Faktoren dein Temperament ausmachen. Studien an eineiigen Zwillingen lassen allerdings vermuten, dass es ziemlich viele sind.

Was Biochemie mit richtiger Partnerwahl zu tun hatWenn Partner sich wirklich dauerhaft verstehen, so liegt das nämlich auch an der Biochemie zwischen den beiden, wie die Liebesforscherin Helen Fisher festgestellt hat. Sie unterteilt die Menschen in vier Liebestypen. Es sind der Entdecker, der Gründer, der Wegbereiter und der Diplomat. Die vier Hauptpersönlichkeitstypen, die Sie in ihrem Buch „Die vier Typen der Liebe“ beschreibt, basieren auf den vier chemischen Systemen des Gehirns, die ausschlaggebend für Ihre individuelle Persönlichkeitsstruktur sind. Es sind dies Dopamin, Serotonin, Testosteron und Östrogen.

Natürlich spielen auch andere chemische Stoffe bei der Herausbildung deiner Persönlichkeit eine Rolle. So produzierst Du mehr als hundert verschiedene Typen von Neurotransmittern. In deinem Gehirn finden sich etwa fünfzig verschiedene Formen von Peptiden, also Eiweißbausteinen. Die meisten von ihnen sorgen dafür, dass dein Herz nicht zu schlagen aufhört, und regeln andere lebenswichtige Funktionen. Doch gerade bei der Herausbildung der Persönlichkeit spielen die vier genannten Stoffe – Dopamin, Serotonin, Testosteron und Östrogen – eine herausragende Rolle. Nur sie werden direkt mit der Ausbildung bestimmter Persönlichkeitsmerkmale in Verbindung gebracht.

Die grundlegenden Verhaltens- und Denkmuster fußen also auf der Mischung dieser vier chemischen Stoffe. Aber ist es denn wirklich dein Persönlichkeitstyp, der bestimmt, wen Du liebst?

Um das herauszufinden, nahm Helen Fisher die zugegebenermaßen lukrative Herausforderung an, als wissenschaftliche Beraterin für das größte Dating-Portal der Welt, chemistry.com, tätig zu werden. Im Januar 2005 begann Sie mit dem Entwurf eines Fragebogens, um den unterschiedlichen Persönlichkeitstypen auf die Spur kommen. Die Ausarbeitung der Aussagen gründet auf ihren Forschungsarbeiten zum Thema Genetik und Neurochemie.

Ihr Fragebogen schrieb wirklich Erfolgsgeschichte: Mehrere Millionen Amerikaner haben ihn ausgefüllt, aber auch Millionen Menschen in insgesamt 34 Ländern dieser Erde.

Es wurden anonymisierte Stichproben von 39913 Personen zusammengestellt und die Ergebnisse ausgewertet. Dabei kristallisierte sich heraus, wie unterschiedlich die vier Persönlichkeitstypen denken, fühlen und handeln.

Ein auf den ersten Blick vergleichbares Vier-Typen-Modell gab es bereits in der Antike, das zwischen Cholerikern, Sanguinikern, Melancholikern und Phlegmatikern unterschied. Aristoteles, Paracelsus und C.G. Jung u.a. beschrieben ähnliche Persönlichkeitstypen, ohne sich jedoch zu diesem Zeitpunkt des Einflusses biochemischer Faktoren und ihrer Bedeutung bei der Partnerwahl bewusst zu sein.

Um festzustellen, welcher Liebestyp Du bist, kannst Du hier den LiebestypenTest absolvieren