GedankenStopp

Deine interne Notbremse ziehen


Wenn sich bei dir  mal negative Gedanken breit machen wollen und Du dich in einer Situation befindest, wo Du nicht die Gelegenheit hast dich konstruktiv mit Ihnen auseinanderzusetzen, ziehst Du einfach die Notbremse und wendest den sogenannten GedankenStopp an! Dazu sagst Du dir das schlichte Wörtchen STOPP! Ggf. kannst Du auch 5 oder 50 mal tun.

Unerwünschte Gedanken nicht mehr kreisen lassen

Noch besser funktioniert die Methode, wenn Du dich in der dritten Person ansprichst: STOPP, Andreas ! (Setz einfach deinen Namen ein.) So gewinnst Du notwendigen Abstand. Du betrachtest dich dann einen Moment wie von außen. Wenn Du dich von außen betrachtest, hast Du die nötige Distanz zu dir und kannst mit dir selbst ins Gespräch kommen. Rede dir gut zu. Auch in der 3. Person: Das schaffst du schon, Eva! Ach, komm, Mädchen, das hast du das letzte Mal auch geschafft. Eigentlich weißt du doch: Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird! Wird schon! – Hört sich vielleicht platt an, dennoch: Hier greifen tatsächlich Volksweisheiten, so oder weil einem grad nichts  Aufbauendes einfällt.
Verändere, wenn es Dir möglich ist, deine Körperhaltung: Steh auf, wenn Du gerade liegst. Leg dich hin, wenn Du gerade stehst. Persönlicher Tipp: Knie dich hin. Ich versichere dir, wenn Du sonntags nicht regelmäßig in der Kirche verbringst, wird das eine ungewohnte neue Erfahrung für Dich sein. Ein ebenso beeindruckendes Erlebnis kann es für dich werden einmal in die tiefe Hocke zu gehen. Diese hat auch noch einen positiven gesundheitlichen Aspekt. Veränderte Gefühle führen zwangsläufig zu anderen Gedanken. Ein „Trick“, mit dem viele Körpertherapeuten arbeiten. Eine weitere Möglichkeit: Fokussiere dich auf irgendwelche Nebensächlichkeiten. Versuch die Dinge, die Du gerade siehst oder hörst, so exakt wie möglich zu beschreiben. (Gefühle beschreiben geht auch. Ist dann allerdings schon mehr etwas für Fortgeschrittene.)

Der Effekt ist verblüffend: Deine Gedanken sind auf das Beschreiben fokussiert. Das kann spannend und super entspannend zugleich sein. Zudem hat diese Übung einen lehrreichen Nebeneffekt: Du lernst spielerisch, Beschreibung von deinen subjektiv-gefärbten Interpretationen und Bewertungen zu unterscheiden.

Fang am besten gleich mit dem Üben an. Etwas zu beschreiben findest Du überall: im Büro den Schreibtisch, beim spazieren gehen die Landschaft, die Bäume, die Straße, selbst auf der Toilette kannst Du die Kacheln und das Deko beschreiben.

Üben ist wichtig, denn, merke: Auch das beste Werkzeug hilft dir nichts, wenn du im entscheidenden Augenblick nicht damit umgehen kannst. Weniger erfolgversprechend dagegen ist die Strategie jedes Problem als Nagel zu betrachten, nur weil Du als einziges Werkzeug einen Hammer hast.

Und noch ein Hinweis fürs Üben und den Ernstfall: Vergiss alle richtig-und-falsch-Bewertungen. Was Du hier tust, tust Du nur für Dich. Du selbst wirst spüren, was richtig für dich ist und was nicht.

Mit diesen 4 Strategien, Techniken und Methoden bist Du nun grundsätzlich in der Lage jedes schlechte Gefühl, was im Kern nur auf deinem falschen Denken beruht zu stoppen, umzukehren und so Dich bedrückende und blockierende Emotionen loszuwerden.

All das ist sehr einfach, aber in der Anwendung deshalb trotzdem nicht immer leicht. Aber auch für deine Gefühle gilt: Es gibt nichts Gutes, außer Man(n) oder Frau) tut es.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der schrittweisen Entwicklung eines völlig neuen Lebensgefühls.
Und vergiss nicht: „Glück ist keine Glücks-, sondern eine Einstellungssache“. Gib dem Kind in Dir Geborgenheit und Verständnis, damit es sich in Dir zuhause fühlt.