Just be happy- Glück geht ganz einfach

Es gibt keinen Weg zum Glück. Glücklichsein ist der Weg
Buddha

Die meisten Menschen glauben an Glück und Pech. Sie tragen Glücks­bringer oder Talismane und pflegen vor wichtigen Ereignissen kleine Rituale, die Glück verheißen. Weil sie das Unglück fürchten, gehen sie nicht unter Leitern hindurch und bleiben an einem Freitag, dem 13. am Liebsten im Bett.

Wenn Dinge auf wundersame Weise so kommen, wie sie sich es sich wünschen, halten sie es für Zufall. Aber ist es Zufall, wenn Du vor einem gut besuchten Supermarkt einen Parkplatz findest? Oder hast Du beim Heranfahren bemerkt, dass jemand noch im Gehen den Autoschlüssel aus der Tasche zog?

Doch das Glück, wonach wir uns sehnen, soll von Dauer sein. Zum Beispiel ein Beruf, der uns ausfüllt- ein Partner, der uns bedingungslos liebt; gute Freunde, Seelenfrieden. Um dieses Glück zu finden, musst Du eine „glückliche Persönlichkeit“ entwickeln: eine Kombination von innerer Einstellung und Verhalten, die das Glück anzieht.

„Menschen, die Glück haben, ziehen uns an, weil sie erfolgreich und zufrieden sind. Wir suchen ihre Nähe, weil wir uns bei ihnen sicher fühlen; weil wir hof­fen, dass sie uns zum Erfolg verhelfen und ihr Glück auf uns abfärbt.“

Glaub an dein Glück, und deine Chancen darauf steigen. Doch wie viel Glück dir zuteil wird, hängt davon ab, wie gut Du eine glückliche Persönlichkeit entwickelst.

Geh davon aus, dass es das Glück gut mit dir meint

„Du musst  daran glauben, dass dir immer Gutes widerfährt, nicht nur hin und wieder“, sagt Martin Seligman, Psychologieprofessor an der Universität von Pennsylvania. Wenn Du die Widrigkeiten des Lebens als Normalfall hinnimmst, wirst du dich kaum um eine positive Einstellung bemühen, die deine Situation verbessert. Umgekehrt gilt: „Bist du überzeugt, dass dir das Glück meist zur Seite steht, wird Ihr Verhalten bewirken, dass Ihre Mitmenschen positiver auf Sie reagieren“, erklärt Seligman.

Denk positiv
Das schützt Sie auch vor den „Glücksräubern“, sagt David Lykken, Psychologieprofessor an der Universität von Minnesota. So nennt er Gefühle wie Misstrauen und Aggression, die andere davon abhalten, dir zu helfen.

Die Beherrschung dieser negativen Gefühle verhilft dir zu mehr Selbstachtung, zu größerem Optimismus und zu ein wenig mehr Extrovertiertheit. „Negative Empfindungen zu haben oder sie zu zeigen ist zweierlei“, sagt J. Raymond DePaulo jr. von der Johns-Hopkins-Universität.

„Glückliche Menschen sind klüger, können besser mit Leuten umgehen, und sie sind ge­sünder“, sagt der Psychologe Dr. Martin Seligman. „All das zusammen ergibt den Zustand, den wir als Glück bezeichnen.“ Wie kannst Du diesen Zustand erreichen? Innehalten, schauen, zuhören. Nimm dir Muße, um deine Umgebung zu erforschen, Farben, Formen und Muster von Natur und Architektur. Es schärft deinen Sinn für das Schöne und gibt Dir ein gutes Gefühl. Es könnte schlimmer kommen. Gewöhn dir an, bewusst dankbar zu sein, für alles was dir widerfährt. Du wirst dann weniger über unangenehme Dinge brüten und dein Leben positiver gestalten. Die Freude spüren. Was empfindest Du bei dem, was Dir am meisten Freude bereitet? Konserviere das Gefühl; es verhilft dir zu einem intensiveren Glücksempfinden.

Sei veränderungsbereit
Sie können Ihr Schicksal nicht vorhersehen. Aber Sie können Ihrem Glück etwas auf die Sprünge helfen. Gehen Sie mit mehr Vertrauen und Zuversicht auf Ihre Mitmenschen zu, sagt John Krumboltz, Pädagogik- und Psychologieprofessor an der Universität Stanford.

Oft verschweigen wir unsere Ideen vor den Arbeitskollegen, aus Angst, sie könnten uns um Aner­kennung und Verdienst bringen. Aber wer häufig Ideen einbringt, wird zu wichtigen Konferenzen ein­geladen, weil man seine Meinung schätzt. Wenn Du deine großen Ideen im Verborgenen lässt, betrügst Du dich selbst um den Erfolg.

„Früher hielt ich es für mein Schicksal, in allem das Schlechte zu sehen und jedem zu misstrauen“, sagt Rofes. „Heute bin ich zugänglicher; das öffnet mir viele neue Möglichkeiten.“

Die ganze Welt gehört Dir
Du verpasst dein Glück, wenn Du dich zu Hause vergräbst. Gib dem Zufall eine Chance, dann packst Du das.

Glück beim Schopf packen, sagt Krumboltz. Er nennt das „den geplanten Zufall“.

„Halten Sie sich alle Möglichkeiten offen, und gestatten Sie sich auch mal Fehler“, rät er. „Sie erreichen mehr im Leben, wenn Sie bereit sind zu lernen, anstatt jedes Risiko zu scheuen.“

Stephanie Rice hatte nicht vor, sich 1997 auf dem Flug von New York nach London einen Ehemann zu angeln. Die Geschäftsfrau wollte sich ausruhen. Kurz nach dem Start fragte ein Mann, ob er sich neben sie setzen dürfe. Sie unterhielten sich während des ganzen Flugs. Drei Jahre später heirateten sie. „Tim zu begegnen war reines Glück“, sagt Stephanie. Aber sie half ihrem Glück nach. „Ich ließ mich auf das Gespräch ein, obwohl ich müde war. Es gibt so etwas wie Schicksal, aber ich glaube auch, dass man sein Glück schmieden kann, wenn man sich auf Neues einlässt.“

Sei nicht neidisch
Menschen, die ständig ihr Leben mit dem anderer vergleichen, fühlen sich oft unglücklich. „Der Vergleich mit einem Lottogewinner oder einem Kollegen, der befördert wurde, kann bewirken, dass man sich als Versager fühlt“, warnt Ellen Langer.

Doch diese so genannten Glückstreffer können Glück nicht garantieren. Was von außen so ideal aussieht, ist für einen selbst oft gar nicht so gut.

Sei kontaktfreudig
Je mehr Leute Du kennst und je liebenswerter Du bist, desto größer ist deine Chance auf dein Glück. Malcolm Gladwell, der Autor von TippingPoint. Wie kleine Dinge Großes bewirken, nennt solche Leute „Vermittler“. „Sie sind meist glücklich“, sagt er, „weil sie wichtige Leute kennen, die ihrerseits Informationen und Kontakte vermitteln.“

Die meisten machen sich nicht die Mühe, Bekanntschaften zu intensivieren. Wir verbringen unsere Freizeit lieber mit engen Freunden. Dabei kostet es wenig Mühe, Kontakte zu pflegen. Es genügt eine Geburtstags­karte oder eine gelegentliche E-Mail. Gladwell: „Kontaktfreude, Energie und Offenheit schaffen Glück.“

Such nach dem Guten in allem

Um dich als Glückskind zu fühlen, brauchst Du eine positive Haltung zur Vergangenheit und eine optimistische zur Gegenwart“, sagt Matthew Smith, Professor für Psychologie an der Hope-Universität im englischen Liverpool und Mitautor einer Studie über Glück. Die Studie besagt, dass sich glückliche Menschen vorrangig an Gutes in ihrem Leben erinnern und Schlechtes ignorieren. Widerfährt ihnen Böses, vergleichen sie ihre Si­tuation mit dem Schlimmsten, das ihnen hätte passieren können, und sie erkennen, dass sie Glück hatten.

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