Sei Dir selbst dein bester Freund

Von der Selbstannahme zur Selbstliebe

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Akzeptier Dich so wie Du bist

Fällt es Dir gelegentlich schwer, dich selbst annehmen, dir selbst dein bester Freund zu sein, dich selbst zu akzeptieren so wie Du bist, trotz deiner vorhandenen Unzulänglichkeiten, Macken und Marotten? Die Begriffe Selbstannahme und Selbstakzeptanz werden häufig synonym gebraucht. Sie setzen deine Fähigkeit voraus, dir mit Selbstachtung und Selbstmitgefühl begegnen zu können. Wenn Du es zu wahrer Meisterschaft auf diesem Gebiet bringst, wird bedingungslose Selbstliebe das Ergebnis sein, die dir alle Türen öffnet. 

Sei dir selbst genug

Selbstliebe ist dabei nicht zu verwechseln mit Selbstverliebtheit. Wer selbstverliebt ist, der erklärt sich selbst zum Maß aller Dinge. In ihrer extremsten Form endet Selbstverliebtheit in Narzissmus und hat mit einem gesunden Selbstbewusstsein nichts gemein. Er ist vielmehr der Ausdruck einer Persönlichkeitsstörung, die durch Selbstdarstellung von ihren Selbstzweifeln abzulenken versucht. Wer sich dagegen selbst annimmt, kennt als Ergebnis einer ehrlichen Selbstreflexion seine eigenen Schwächen und betrachtet diese als Herausforderung an ihnen zu arbeiten.

Selbstannahme ist elementarer Bestandteil eines vernünftig entwickelten Selbstbewusstseins, das die Grundlage deines Lebensglücks darstellt. Sie bestimmt die Qualität deiner Beziehung zu dir selbst und anderen. Sie führt zu mentaler Stärke, Resilienz und ermöglicht dir neben privatem auch beruflichen, bzw.  unternehmerischen Erfolg. Erst wenn Du dich selbst annimmst wirst Du als Ergebnis deiner Selbstreflexion wirklich fähig, auch andere mit ihren Eigenheiten zu verstehen, zu akzeptieren, wertzuschätzen und zu lieben. Durch Selbstannahme gelangst Du zu wahrem inneren Frieden und wirst zu einer Persönlichkeit reifen, die in der Lage ist ihr wahres Potential zu entfalten. Ein Mangel an Selbstannahme geht in der Regel Hand in Hand mit Selbstzweifeln einher. Sie führt über die Etappen Selbstunzufriedenheit, Selbstverurteilung, Selbsterniedrigung zu selbst verursachtem Unglück.

Deine Fähigkeit zur Selbstannahme/Selbstakzeptanz fördert dagegen positive Eigenschaften und Stärken.

Unter anderem:

  • Achtsamkeit
  • Gelassenheit
  • deine Fähigkeit zur konstruktiven Selbstkritik
  • Selbstzufriedenheit
  • Sinn für Humor
  • mentale Stärke
  • Zuversicht und Optimismus
  • Dankbarkeit
  • Lebensfreude

Selbstannahme bildet die notwendige Grundlage für positive Veränderung, Weiterentwicklung und persönliches Wachstum. Ihre Bedeutung kann gar nicht stark genug betont werden. Sie ist ein wesentlicher Schlüssel deiner bisherigen und künftigen Lebenserfahrungen und bestimmt so maßgeblich über das Ausmaß deiner persönlichen Freiheit, deines Erfolgs und Lebensglücks.

Nicht wenige Menschen fokussieren sich auf ihre Unzulänglichkeiten, begangene Fehler, erlittene Rückschläge oder (vermeintliche) Niederlagen. Ihre Erfolge nehmen sie dagegen kaum wahr oder messen ihnen weniger Bedeutung zu als ihren Niederlagen. Das sind fatale Denkgewohnheiten, mit denen sich Menschen selbst ins Abseits begeben. Dagegen führt Selbstakzeptanz führt zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung und setzt eine Aufwärtsspirale in Gang.

So entwickelst Du ein größeres Selbstbewusstsein. Selbstannahme verleiht dir ein ganz neues Gefühl der Sicherheit, das die Grundlage selbstsicheren Handelns und souveränen Entscheidungen ist. Du wirst persönlich wachsen und deine Grenzen erweitern. Genau zu wissen, wo Du stehst und diesen Status Quo zu akzeptieren, bedeutet nicht, es dabei belassen zu wollen oder zu müssen. Vielmehr kann es der Startpunkt sein, um die Dinge anzupacken, die Du dich bislang nicht getraut hast, anzugehen.

Du wirst lernen, besser mit Kritik umzugehen. Kritik an dir oder deinem Handeln hast Du in der Vergangenheit häufig dann als besonders verletzend empfunden, wenn sie deinem Selbstbild widersprach und dein Selbstbild in Frage stellte. Sie traf dann einen sogenannten „wunden Punkt“ von dir. Wenn Du jedoch in der Lage bist, dich selbst anzunehmen, bist Du dir deiner Schwächen bewusst und kannst Kritik konstruktiv annehmen, ohne diese persönlich zu nehmen. Die frohe Botschaft ist, dass Du Selbstannahme lernen und systematisch entwickeln kannst. Wenn Du erst einmal zu wirklicher Selbstannahme in der Lage bist, kannst Du aus tiefster innerer Überzeugung zu dir sagen:

Beginn mit intensiver Selbstreflexion

Selbstannahme ist das Ergebnis von Selbstreflexion und setzt bedingungslose Ehrlichkeit dir selbst gegenüber voraus. Vielen Menschen fällt das anfänglich sehr schwer. Und es ist in der Tat nicht immer einfach, ehrlich zu dir selbst zu sein. Vielleicht machst Du Dir dann und wann selbst etwas vor, um dich zu schützen oder die Diskrepanz zwischen deinem Selbstbild und deinem Selbstideal nicht ins Uferlose anwachsen zu lassen. Dies geschieht meist unbewusst. Wenn Du dich aber erst einmal bedingungslos selbst annimmst, kannst Du damit aufhören, dir deine eigenen Fehler schön zu reden oder sie zu verdrängen. Dir deine eigenen Schwächen einzugestehen ohne dich dafür verurteilen oder schlecht fühlen zu müssen ist ein Zeichen wahrer Stärke und nicht etwa der Schwäche!

Selbstannahme wird deine gesamte Wahrnehmung positiv beeinflussen und deine Paradigmen verändern. Du gewinnst mehr Spaß am Leben. Mit dir selbst im Reinen zu sein, macht es dir gleichzeitig auch möglich, die Dinge und andere Menschen im Leben aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Frei nach dem Motto: „Ich bin ich und „Du bist du“. Du wirst sowohl dankbarer als auch glücklicher werden, wenn es dir gelingt, dich selbst in deiner Einzigartigkeit zu akzeptieren. Du wirst selbstzufrieden. Zufrieden mit dir selbst zu sein, gerade wenn es mal nicht so perfekt läuft oder so wie Du es dir vorgestellt hast, relativiert schon viel und gibt den Dingen jene Bedeutung, die ihnen wirklich gebührt.

Um zu lernen, dich selbst anzunehmen, ist es notwendig, dich erst einmal intensiv mit deiner eigenen Persönlichkeit zu beschäftigen. Zwar sind wir oft der Meinung, uns selbst am besten zu kennen, doch liegen Selbstbild und Fremdbild häufig weit auseinander. Reflektiere daher zu Beginn mal ganz ehrlich deine Stärken, Schwächen, Eigenheiten und Besonderheiten. Über welche Talente, Begabungen, Fähigkeiten verfügst Du? Was sind deine Werte und Ideale? Bringst Du sie durch dein Handeln bereits zum Ausdruck? Hol Dir dazu unbedingt auch das Feedback von Menschen ein, die dich wertschätzen: Freunde, Verwandte, Bekannte, deine Familie. Mit dieser Bestandsaufnahme erhältst Du ein differenziertes und u.U. völlig neues und dir bislang nicht bekanntes Bild von dir.

Viele Menschen sind ihre schärfsten Kritiker. Vielleicht nicht immer bewusst. Aber insgeheim gehen sie mit sich selbst gnadenloser ins Gericht als mit ihrem ärgsten Feind.

Lern Dich und deine Erwartungen besser kennen

Oft haben wir das Gefühl, den Erwartungen anderer gerecht werden zu müssen. Die eigenen stellen wir ganz hintenan. Daran etwas zu ändern hat nichts mit Egoismus zu tun. Der wichtigste Mensch in deinem Leben bist und bleibst DU. Was willst Du in deinem Leben unbedingt erreichen? Für welche Wert willst DU dich stark machen und proaktiv engagieren? Warum willst Du das? Wie es ein Kreditinstitut einmal ganz richtig gesagt hat, braucht jeder Mensch etwas, das ihn antreibt. Was ist es bei Dir? Vergiss nicht: Wer keine eigenen Ziele hat, arbeitet zeitlebens für die anderer.